Wie du Achtsamkeit in deinen Alltag einbaust


Das Wort ‚Achtsamkeit‘ ist in aller Munde.
In der Persönlichkeitsentwicklungs-Szene scheint es sogar das Trendwort des 21. Jahrhunderts zu sein.
Nach Innen kehren, auf den Atem achten, meditieren und weitere Methoden, um Achtsamkeit zu praktizieren, sind im Umlauf.

Doch was genau ist eigentlich Achtsamkeit?
Wieso Achtsamkeit kultivieren?
Wie baust du Achtsamkeit in deinen Alltag ein?
Und was bringt dir Achtsamkeit?
All das erfährst du in diesem Artikel.
Lass‘ mir gerne einen Gruß und deine Gedanken dazu da 🙂

Was ist Achtsamkeit?


Wiki meint: ‚Achtsamkeit ist ein Zustand von Geistesgegenwart, in dem ein Mensch hellwach die gegenwärtige Verfasstheit seiner direkten Umwelt, seines Körpers und seines Gemüts erfährt, ohne von Gedankenströmen […] abgelenkt zu sein.‘

Man ist also gegenwärtig. In diesem Moment. Ohne Ablenkung von außen oder den eigenen Gedanken. Man ist EINS mit dem Augenblick. Mit sich Selbst. Man verschmilzt also mit dem HIER und JETZT. Man tut nur das, was man gerade tut.

Meditation ist das geeigneste Instrument, um Achtsamkeit bewusst zu praktizieren. Doch Achtsamkeit lässt sich auch super in den Alltag einbauen. In jeden Moment lässt sich Achtsamkeit einbauen. Und wie genau das geht, erfährst du in diesem Artikel.
Schön, dass du das bist und die Intention hast, Achtsamkeit in deinen Alltag einzubauen.
Denn das hast du verdient.

Wieso Achtsamkeit kultivieren?

Doch bevor es ans Eingemachte geht, möchte ich dir die Vorzüge von Achtsamkeit näher bringen. Schließlich ist es von großem Vorteil, zu wissen, was man da tut und vor allem: die Wirkungsweise dessen zu kennen, was man praktiziert.
Denn ich bin der Überzeugung, dass man all diese gesunden Verhaltensweisen einfacher und vor allem motivierter in sein Leben integriert, wenn man weiß, was genau es mit einem macht.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich viel eher ins Gym gehe, meditiere oder andere Dinge tue, um mein Wohlbefinden und meine Lebensqualität zu steigern, wenn ich genau weiß, welche positiven Auswirkungen sie auf mich und mein gesamtes Leben haben.

Acht-sam-keit.
Acht-sam.
Acht-en.
Auf sein Selbst achten.
So, wie man auf sein eigenes kleines Baby achtet oder achten würde. Liebevoll achten. Geduldig achten.

Achtsamkeit ist eine Lebenseinstellung. Achtsamkeit – auf Englisch mindfulness – ist Lifestyle. Du stylst dein Life. Du bringst sozusagen Stil und Klasse in dein Leben. Indem du auf dich, dein Leben und alles darin Erhaltene achtest. Du achtest darauf, dass es dir gut geht. Du pushst dein Wohlbefinden und gleichzeitig deine Lebensqualität.

Wir leben in einer Zeit, in der Reizüberflütung ganz oben auf der Liste steht.
Unser Smartphone – Fluch oder Segen? Ich weiß es nicht.
Beides – würde ich sagen. Denn während es uns einerseits u.a. Ideen-Austausch über z.B Blogs ermöglicht, raubt es uns andererseits unsere Zeit und unsere Aufmerksamkeit. Der automatisierte Impuls, ständig nach dem Handy zu greifen, wenn der Tag uns mal kurz ne Minute schenkt, ist stärker denn je. Wir warten auf die Bahn, die laut Anzeige in 3 Minuten kommt und statt unser Umfeld auf uns wirken zu lassen und uns dabei auf unser Inneres zu besinnen, nehmen wir das Handy aus der Tasche und drücken impulsiv auf das WhatsApp- oder Insta-Symbol auf unserem Bildschirm.

Ich habe das bei mir selbst beobachtet und es ist echt krass: Egal, was ich tue – bei jeder Gelegenheit passiert das Geschilderte. Letztens war ich echt mega schockiert, als mir das bewusst wurde. Dann habe ich die Instagram-App gelöscht (das war so mittags um 14 Uhr) und habe mir vorgenommen, sie erst in 24 Stunden wieder zu installieren. Ich musste das tun, denn auch wenn ich vorhatte ‚Ich lasse mein Handy jetzt für 2 Stunden liegen und nehme es nicht in die Hand‘ – vergaß ich das wenige Minuten später und landete so – wieder unbewusst – auf irgendeiner Social Media Plattform.

Jedenfalls habe ich die App gelöscht und was dann passierte, was irgendwie bissle psycho: Wenige Minuten danach habe ich – wieder unbewusst – mein Handy in die Hand genommen und an die leere Stelle auf meinem IPhone geklickt, wo woher die gelöschte App war! Richtig am Arsch :‘)! Ich lösche die App und dieser Move ist so automatisiert in mir, dass er ganz automatisch und unbewusst wieder und wieder abläuft. Obwohl ich mir ja auf bewusster Ebene vorgenommen hatte, 24 Stunden ohne Instagram auszukommen! So ist es eben mit dem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein. Das Bewusstsein hat leider nicht viel zu sagen. Das Unterbewusstsein ist der Kapitän. Oder auch der Elefant. Der Teil in dir, der dich antreibt.
Alexander Hartmann, einer meiner zwei Lieblings-Hypnotiseure, hat dazu eine tolle Metapher:

Du bist sozusagen das Bewusstsein. Und du sitzt auf einem riiiiesigeen Elefanten – das ist dein Unterbewusstsein. Und du – oben drauf – sagst zum Elefanten: ‚Da lang. Denn ich will abnehmen. Deshalb: Da lang – ins Fitnessstudio.‘
Was macht dein Elefant (also dein Unterbewusstsein)?
Er geht dort lang. An die Kuchentheke. Um sich ein zweites Stück Torte abzuchecken.

Alexander Hartmann – Mit dem Elefant durch die Wand. Absolute Herzensempfehlung, um die Wirkungsweise deines Unterbewusstseins kennenzulernen.

Damit unser Unterbewusstsein neue Verhaltensweisen in sich verankert, dürfen wir diese wiederholt tun. Wiederholen, wiederholen, wiederholen. So bilden sich in unserem Gehirn neue neuronale Pfade. Je öfter du diese Pfade bewusst gehst, desto mehr verdichten sie sich zu dichten und starken Straßen. Es heißt ja immer, dass es ca. 21 Tage dauert, um eine neue Verhaltensweise zu generieren. Aber bleib‘ weiter dran. Denn irgendwann wird das Neue, was du in dein Leben integrieren willst, AUTOMATISCH ablaufen. Weil du diese Pfade bewusst so oft gegangen bist, dass das deine neue Gewohntheit geworden ist.

Dann wird dein Elefant – also dein Unterbewusstsein – auch vor dem Eingang des Fitnessstudios stehen, eintreten und dich dazu bringen, ordentlich zu trainieren.
Mehr zum Unterbewusstsein findest du im Buch von Alex Hartmann. Ich fand es mega cool und so richtig gut erklärt. Das ist keine Werbung – sondern eine Herzensempfehlung. Denn wie gesagt: Wenn du weißt, wie etwas funktioniert, kannst du allein durch dieses Verständnis dein Leben verändern und immer mehr nach deinen Vorstellungen gestalten.

Genau so ist es eben auch mit der Achtsamkeit. Wenn du weißt, was dir die Achtsamkeit bringt, dann hast du auch die richtige Motivation, sie in dein Leben einzubauen.

Nach der kleinen Reise zum Thema Unterbewusstsein, kommen wir nun zurück zu den Benefits von Achtsamkeit. Wir waren da stehen geblieben, dass wir in einer Zeit der Reizüberflutung leben. Dies hat zur Folge, dass wir uns immer weniger auf unser Selbst besinnen und uns um unser Selbst kümmern. Wir stehen ständig unter Strom, sind so gut wie immer auf dem Handy erreichbar – über WhatsApp, Insta & Co. So können wir nur schwer absschalten. Es ist an uns, uns bewusste Auszeiten zu gönnen.

Es hat schon seinen Grund, wieso Themen wie Meditation und Achtsamkeit so im Trend liegen. Wir brauchen diese Dinge grad dringender denn je. Sonst werden wir uns immer weiter von uns Selbst entfernen und uns Selbst zerstören. Und wer sich selbst zerstört, zerstört alles und jeden um sich herum gleich mit.

Achtsamkeit hilft dir, dich immer wieder zu besinnen und hier im Moment anzukommen Denn dieser Moment ist im nächsten Moment vorbei. Und der danach auch. Und du wirst ihn nie wieder zurückholen können. Momentan ist es der 30.09.2020, 14:08 Uhr. Es wird nie wieder dieser Moment sein. Und wieso soll ich diesen Moment nicht in seinen vollen Zügen auskosten? Wieso soll ich hier sitzen und schreiben und währenddessen an das Nachher denken?

Deshalb ist es sehr wichtig – egal, was man tut – es mit voller Hingabe zu tun. Mit vollem Fokus. Damit’s fließen kann. Und da wären wir auch beim nächsten Punkt.

Wie integrierst du Achtsamkeit in deinen Alltag?

Das ist ganz einfach. Indem du alles achtsam tust.
Du achtest auf dich Selbst und gleichzeitig auf das, was du gerade tust.
Du wachst morgens auf. Gehst ins Bad. Und pinkelst.
Währenddessen atmest du ein und aus und beobachtest, wie der Wasserstrahl rausfließt.
Dann machst du deine Morgentoilette, wäschst dir das Gesicht und achtest dabei darauf, wie das kalte Wasser dein Gesicht und somit auch deinen Geist erfrischt. Du nimmst deine Zahnbürste, schmierst achtsam und konzentriert Zahncreme drauf und putzt dir achtsam die Zähne.
Beobachte dabei, wie du automatisierst dieselben Putzbewegungen machst.

Was sich auch super eignet: Während du morgens deine Zähne putzt, kannst du auch im Kopf an 3 Dinge denken, für die du gerade dankbar bist. Das ist auch Achtsamkeit. Du achtest gerade auf die positiven Dinge in deinem Leben, die da sind. So richtest du gleichzeitig auch deinen Fokus bewusst auf das Positive. Besser kann ein Tag kaum anfangen!

Danach machst du dir einen Kaffee und trinkst ihn ganz achtsam. Dazu machst du es dir gemütlich – auf deinem Lieblingssessel oder am Frühstückstisch – und trinkst einfach nur deinen Kaffee. Ganz achtsam. Tust nichts anderes. Riechst an dem Kaffee, schließt die Augen und nimmst den ersten Schluck. Achtsam und genüsslich trinkst du deinen ersten Kaffee und führst deinen Tag so fort. Alles, was du tust: Tu nur das eine! Scheiß‘ auf Multi-Tasking! Komm‘ runter von dem rasanten Lifestyle, der dir das Gefühl gibt, zu wenig Zeit zu haben, zu wenig zu leisten und dein Leben zu verpassen! Besinne dich auf dich selbst, achte auf dich selbst und richte dich nach dir selbst. Sei achtsam. Mit dir. Deinem Leben. Deinen Gedanken. Deinen Gefühlen.

Schau, es ist unsere Selbstverantwortung. Wir sind alle groß und selbst für unser Glück verantwortlich. Und wir verdienen es, einen coolen Lifestyle zu haben. Dass wir uns an diesem Lifestyle erfreuen. Und jeder kann die aktuell gegebenen Umstände noch ein wenig mit Achtsamkeit und Selbstliebe versüßen.

Was bringt dir Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist Selbst-achtung und somit Selbstliebe. Weil du dich Selbst liebst, achtest du auf dich. Du pflegst dich. Deinen Körper. Deine Seele. Deinen Geist.
Du machst dich morgens für dich frisch. Schlüpfst für dein eigenes Wohlbefinden in schöne Kleidung. Setzt für dich ein frisches Make-up auf. Legst für dich hübschen Schmuck an. Weil heute ist ein neuer Tag und du kannst mit vielen Kleinigkeiten dein Leben stylen und auf diese Weise einen coolen Lifestyle voll Feeling kreieren.

Du meditierst für dich. Du machst Sport für dich. Du denkst gute Gedanken für dich. Du ernährst dich gesund für dich.

Achtsamkeit ist für dich. Achtsamkeit schenkt dir Lebensqualität und Wohlbefinden. Tu alles, was du tust achtsam. Achte auf dein Inneres. Besinne dich zu jeder Stunde nach Innen. Atme tiiiiief durch die Nase ein und langsam und genüsslich durch den Mund wieder aus. Beobachte deinen Atem stündlich. Wo in deinem Körper spürst du dich? Hör‘ dein Herz schlagen. Horche tief in dich hinein.

Wenn du Achtsamkeit bewusst in dein Leben einbaust, lernst du dich Selbst immer besser kennen. Du tauchst in deine eigene Welt ab und kommst dir selbst dabei näher. Was sind deine Ängste? Deine Wünsche? Deine Werte? Was ist wesentlich für dich im Leben? Auf all diese Fragen findest du NUR IN DIR SELBST eine Antwort.

Du entschleunigst und bist entspannter und gelassener. Durch die genaue achtsame Beobachtung schärfst du deine Wahrnehmung sowie deinen Fokus. Du schaffst Klarheit über dich und dein Leben. Du siehst glasklar, wohin du willst und zeichnest so deinen eigenen Weg. Du lernst, mit Enttäuschungen und Rückschlägen umzugehen. Du lernst, auf dich selbst zu vertrauen. Und auch dein Vertrauen in das Leben wächst. Gelassenheit und Freude werden zu deiner Norm. Hin und wieder reißt’s dich aus deiner Mitte. Doch durch Achtsamkeit lernst du, auf deine innere Stimme – deine Intuition – zu hören. Und deine Intuition ist der göttliche Teil in dir. Sie ist der Teil, der dich mit dem Kosmos verbindet. Sie zeigt dir immer den richtigen Weg. Gibt dir immer die richtige Antwort.
Wenn du auf sie hörst.

Lass dein Handy das nächste Mal weg, wenn du eine längere Sitzung auf dem Klo hast.
Wenn du draußen bist, zieh‘ die Schuhe und die Socken mal aus und stehe barfuß auf dem Asphalt, der Wiese und der Erde. Erde dich. Spür den Boden unter deinen Füßen. Spüre achtsam Mutter Erde, wie sie dich trägt. Genieß die Sonnenstrahlen, die auf dein Gesicht scheinen. Wende dein Gesicht der Sonne zu.

Und vergiss‘ nie: Du bist selbst verantwortlich für dein Lebensgefühl. Und auch für deinen Lebenssinn. Diesen darfst du selbst bestimmen. Das ist das größte Geschenk Gottes. Nutze das Privileg und entfalte dein vollkommenes SELBST. Verbreite Licht. Und bedenke: Licht entsteht da, wo einst Dunkelheit war.

Es gibt neben der Achtsamkeit und der Meditation noch ganz viele andere Dinge, die wir tun können, um unsere Lebensqualität und unser Lebensstil zu verschönern. Stöbere gerne in meinem Blog und/ oder hör in meinem Podcast ELIFPIRATION – DEIN FEEL GOOD PODCAST vorbei. Diesen findest du auf Spotify, iTunes und hier auf meinem Blog.

Klicke zum Anhören auf den Link unten. Dieser führt dich zum Podcast 🙂

https://linktr.ee/elifjane

In Verbundenheit und Liebe

Deine Elifcan



Empfohlene Artikel

Kommentar verfassen

Follow Me!
%d Bloggern gefällt das: